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Digital Detox - Warum Social-Media-Pausen guttun

Lesezeit: 4 Minuten
Kopfmassage Frau
Inhaltsverzeichnis

Eigentlich hatte ich 10 Tage geplant.

10 Tage Digital Detox. 10 Tage ohne Social Media. 

Nicht, dass ich stundenlang durch’s Netz scrolle.-  aber 30 Minuten Instagram vergehen oft wie im Flug. Ohne Anstrengung. Einfach so. 
Nicht, dass ich besonders neugierig bin.
Und doch kommt dann irgendwann „Hat du das/die/den schon gesehen?!“

Warum ich Social Media überhaupt nutze – und was mich daran stört

Bis 2020 war ich eine komplette Social-Media-Banause.  

Bis ich beschlossen habe, einen Instagram Account zu aktivieren - um zu inspirieren. 

Um zu zeigen:

  • dass gesundes Essen einfach und familientauglich ist,
  • welche Vielfalt mit sieben Getreiden möglich ist und 
  • wie lecker und alltagstauglich gesundes Essen sein kann.

Dann kam die Herausforderung: 

Ich schneide eigentlich gar nicht gerne Videos. 
Ich will meine Zeit nicht so nutzen. 
Ich schreibe aber gerne.
Jedenfalls gab es in den letzten 5 Jahren immer wieder Phasen mit null Social Media - und viel Social Media. Mal, weil ich einfach das Bedürfnis nach Rückzug und Handyfreiheit hatte, mal, weil ich gerne teile, was mich begeistert. 

Handyfreie Zeiten: Warum ich bewusst offline bin

„Ich weiß nicht, wo mein Handy ist.“ 
„Ich habe das letzte Mal vor 3-4 Stunden auf’s Handy geschaut.“
„Ich hab nicht gesehen, dass du geschrieben hast, meine mobilen Daten waren aus.“
So etwas gibt es bei mir immer wieder. 
Keine Reize. Kein Ping. Kein Dopamin-Kick.

Ich finde handyfreie Zeiten sehr wichtig, um zur Ruhe zu kommen. 
Dann merke ich,  wie viel mehr Fokus, Präsenz und echte Verbindung möglich ist.
Es ist wie ein aufatmen. 
Einfach sein. 
Produktiv den Tag gestalten.
Keine zusätzlichen Reize aufnehmen. 
Keine neuen Bedürfnisse wecken. 

Wie sich Social Media auf unser Verhalten auswirkt 

„If you are not paying for the product, then you are the product.“ 
Dieses Zitat fällt mir immer wieder ein. (1)

Wissenschaftliche Studien zeigen:

  • Social Media verändert unser Verhalten - subtil. Schritt für Schritt. Ohne es zu merken. 
  • Social Media vermittelt oft das Gefühl „nicht gut genug zu sein“. 
  • Das ständige Vergleichen (oft unbewusst!) fördert Unzufriedenheit und Depressionen. (3- 5) 

 Und ich frage mich immer wieder: 

Möchte ich wirklich dazu beitragen, dass Menschen noch mehr Zeit auf Social media verbringen? 
Meine Antwort: Nein.
Aber mir ist es wichtig, einen Gegenpol darzustellen, etwas Sinnvolles zum Social Media System beizutragen. 

Deshalb bleibe ich - trotz Digital Detox - online aktiv

„Wegen dir kaufe ich jetzt Hirse.“
„Ich finde deine „Was gibt es heute - Videos“ so inspirierend.“ 
„Wie hast du es geschafft, dass deine Kinder Gorgonzola essen?!“
„So einfach und so lecker!“
Das sind so einige Rückmeldungen, die ich bekomme. 

Dann weiß ich: 
Ich kann Menschen zu einem gesünderen Lebensstil inspirieren.
Und dafür möchte ich sichtbar sein. Aber nicht dauernd online. 

Neulich habe ich einen Monat Pause gemacht. Die ursprünglich geplanten 10 Tage Digital Detox? Sie haben sich verdreifacht. 

Offline - für meine Kinder, für mich

Gerade wenn meine Kinder zu Hause sind, möchte ich so wenig wie möglich am Handy sein. Du weißt schon - Vorbild und so. 
Ungeteilte Aufmerksamkeit statt „Aha…“ und kurzes Aufblicken vom Handy, wenn sie mit mir sprechen. Das geht nämlich oft so schnell und so einfach. Dabei ist das Wahrnehmen der Kinder so wichtig - oder überhaupt der Person, die uns gerade gegenübersteht. Voll und ganz. 

 Wenn du den Unterschied erleben willst, beobachte dich selbst in der Rolle: 

  • Wie fühlst du dich, wenn jemand mit dir spricht und dauernd auf’s Handy schaut? 
  • Wie fühlst du dich, wenn das Handy auf dem Tisch liegt? 
  • Und wie, wenn es gar nicht da ist? 
Mutter am Handy Kind schaut zu

Dein eigenes kleines Digital-Detox Experiment

Beobachte dich mal selbst: 

  • Wie oft hast du das Handy in der Hand? 
  • Wie ist es in deinem Umfeld? 
  • Bei deinen Freunden im Miteinander oder mit deren Kindern? Wie präsent ist das Handy? Und wie reagieren die Kinder darauf? 

Passt es für dich so? 
Oder möchtest du ein kleines Experiment machen? 
Vielleicht:

  • Eine handyfreie Zeit am Nachmittag? 
  • Kein Handy ab 20 Uhr? 
  • Ein bis zwei Stunden oder vielleicht sogar drei bis vier offline sein
  • Oder sogar mal einen Tag das Handy zu Hause lassen? 

Du wirst sehen, wie viel sich verändert und wie gut dir das tut. 

Gesund leben heißt auch: deine digitalen Gewohnheiten hinterfragen

Gesund leben bedeutet für mich auch, seine Verhaltensweisen zu beobachten und zu überdenken. Ganz im Allgemeinen und nicht nur beim Essen. 
Gewohnheiten zu erkennen und bewusst zu überlegen.
Weniger ausgeliefert zu sein, sondern mehr in die Hand zu nehmen.
Damit du dich immer mehr zu dem Menschen entwickelst, der du sein möchtest. 

Damit du dich immer mehr zu dem Menschen entwickelst, der du sein möchtest. 
Selbstbestimmt und frei.  

Ich begleite dich gerne auf deinem Weg.

Wenn du mehr über meine Welt und die Art des gesunden Lebens erfahren möchtest, dann melde dich gerne zum Newsletter an oder schau in den Gesund leben & wohlfühlen Club oder abonniere meinen YouTube Kanal für Inspirationen zu „Was gibt es heute“. 
Ich freue mich auf dich! 

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Quellen:
(1) Rhodes L., Orlowski J., 2020, The social dilemma. Netflix Original Documentary. 
(2) Fogg B. J., 2009, Creating persuasive technologies: an eight-step design process. In Proceedings of the 4th international conference on persuasive technology (paper 44).
(3) Jan M., Soomro S., Ahmad N., 2017, Impact of social media on self-esteem. European Scientific Journal, 13 (23), 329-341. 
(4) Vogel E. A., Rose J. P., Roberts L. R., Eckles K., 2014, Social comparison, social media, and self-esteem. Psychology of Popular Media Culture, 3(4), 206,
(5) Lin L. Y., Sinai J. E., Sehnst A., Radovic A., Miller E., Colditz J. B., Hoffman B. L., Giles L. M., Primack B. A., 2016, Association between social media use and depression among US young adults. Depression and Anxiety, 33(4), 323-331. 

Liebe Grüße
Sissy
Lebensmitteltechnologin
Mentorin für ganzheitliche Gesundheit
Yogalehrerin nach dem “Neuen Yogawillen”
Mutter von drei
sissy pfeifer lächelnd mit einem strauss petersilie in der hand
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